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Wie Engagement Freude und Gemeinschaft bringt


Ehrenamtliches Engagement ist weit mehr als reine Hilfeleistung – es ist ein zentraler Baustein für ein lebendiges, solidarisches Miteinander. Wer sich freiwillig einbringt, übernimmt Verantwortung, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und erlebt, wie kleine Taten Großes bewirken können. Gleichzeitig eröffnet eine freiwilligeTätigkeit die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu entwickeln, Selbstbewusstsein zu stärken und eigene Ideen kreativ einzubringen. Es fördert Austausch, verbindet Menschen und kann nachhaltige Veränderungen anstoßen.

In diesem Beitrag zeigen wir, aus welchem Grund bürgerschaftliches Engagement nicht nur anderen zugutekommt, sondern auch das eigene Leben bereichert und neue Perspektiven eröffnet.

 

Eine Anlaufstelle für Ehrenamt in Kiel

In Kiel haben wir einen starken Trumpf: Das nettekieler Ehrenamtsbüro, eine zentrale Anlaufstelle für gesellschaftliches Engagement. Hier werden Interessierte Bürger*innen und sozial tätige Organisationen mit besonderen Angeboten zusammengeführt.
Und entgegen der verbreiteten Annahme, dass sich Menschen weniger aktiv in unsere Gesellschaft einbringen, zeigt der deutsche Freiwilligensurvey 2024 stabile Zahlen:

Im Jahr 2024 sind 36,7% der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland freiwillig engagiert, das entspricht rund 26,97 Millionen Menschen. Damit befindet sich das freiwillige Engagement weiterhin auf einem hohen Niveau, ist allerdings im Vergleich zur Voruntersuchung 2019 (39,7%) leicht zurückgegangen.
Der Bericht basiert auf der mit über 27.000 Befragten größten Datenerhebung zu dem Thema und liefert alle fünf Jahre ein umfassendes Bild der Entwicklung der Zivilgesellschaft.

 

Engagement in der Howe-Fiedler-Stiftung

Auch in der Howe-Fiedler-Stiftung engagieren sich Menschen ganz nach dem Motto „Für mehr Lebensqualität im Alter“ mit ganz viel Herzblut. Dabei stehen immer die Gemeinsamkeit und das Miteinander im Fokus - egal ob bei Gruppen-Aktivitäten oder bei einer persönlichen Begleitung.


Ausflüge und soziale Interaktion

Insbesondere für Menschen im Ruhestand mit einem kleinen Geldbeutel ist es herausfordernd gesellschaftlich aktiv zu bleiben. Soziale Teilhabe kostet Geld: sei es der gemeinsame Kaffeebesuch oder der Ausflug ins Museum. Das führt oft dazu, dass sich die Menschen zurückziehen und isolieren.

Und genau an dieser Stelle kommt Brigitte B. der Howe-Fiedler-Stiftung ins Spiel. Sie fing bereits zu Gründungszeiten an sich für die Stiftung zu engagieren – Brigitte B. hat die Leitung der Freizeitangebote inne. Sie organisiert und begleitet gemeinsame Ausflüge, die für alle ein besonderes Erlebnis sind und bei denen sie schon so einige Abenteuer erlebt hat. Auch „Klönschnack“-Runden, die den Teilnehmer*innen eine Zeit in Gemeinschaft bieten, ermöglicht Brigitte. Das Schöne an dieser Arbeit ist für sie, dass die Howe-Fiedler-Stiftung ein Ort des Kennenlernens ist und sich aus diesen Zusammentreffen Freundschaften entwickeln. Es ist eine Gemeinschaft, die offen für neue Gesichter ist und in der Unterstützung, Sicherheit und Vertrauen (er)-wächst.

Einen ausführlichen Artikel über Brigitte und ihre Arbeit finden Sie hier.

Besuche, die zum Lächeln bringen

Doch was passiert, wenn eine Person aufgrund von Alter und/oder Krankheit eingeschränkter wird in der Beweglichkeit? Das Haus, die Wohnung, das Zimmer sind die Bereiche des Lebens, möglicherweise gibt es kein „Draußen“ mehr, kein Spaziergang - auch hier gibt es hilfsbereite Menschen, die den Betroffenen wertvolle Momente des gemeinsamen Daseins schenken. Zwei dieser Personen sind Brunhild S. und Uwe S. von der Howe-Fiedler-Stiftung. Beide befinden sich im Rentenalter und besuchen regelmäßig andere Ruheständler*innen.

Ein Besuch bei besonders eingeschränkten Menschen bedeutet für Brunhild und Uwe nicht nur einen Austausch, sondern auch ganz praktische Unterstützung – sei es beim Einkaufen oder anderen kleineren Besorgungen. Brunhild besucht derzeit zwei ältere Damen einmal wöchentlich für ein bis zwei Stunden. Eine der beiden begleitet sie häufig zum Geldautomaten, da sie sich alleine dabei unsicher fühlt. Auf die Frage, warum sie sich engagiert, lächelt Brunhild. Es ist vor allem die Freude in den strahlenden Augen der Besuchten, wenn sie wieder vor der Tür steht, die ihr Herz erwärmt. Oft haben betagtere Menschen, die weniger mobil sind, nicht viele Möglichkeiten, sich auszutauschen. Brunhild hat ein offenes Ohr und bietet Zeit zum Zuhören.

Eine Anekdote, die Brunhild gerne erzählt: Eine Dame hatte viele Pflaumen gekauft und wollte Apfelkuchen backen – mit Pflaumen. Solche kleinen Geschichten bringen auch Brunhild immer wieder zum Lachen.


Mit Humor und Sympathie

Uwe bestätigt, dass es vor allem mit Humor und Sympathie am besten klappt. Er engagiert sich nun schon seit zehn Jahren bei der Howe-Fiedler-Stiftung und hat viele bejahrte Menschen begleitet. Einige dieser Begegnungen wähnt er in besonderen Erinnerungen, wie die mit seiner „Lieblings-Seniorin“, die er über lange Zeit besucht und viele schöne Momente erlebt hatte. Aktuell kontaktiert er regelmäßig zwei Herren und alle Beteiligten sind rundherum zufrieden mit dem Arrangement der Gemeinsamkeit.
Für ihn sind es die kleinen Dinge im Leben, die großes Glück bringen. Ein gemeinsamer Kaffee, ein gutes Gespräch oder einfach das Zusammensein und das gemeinsame Gelächter berühren die Herzen.

Engagement ist also nicht nur etwas, was anderen hilft – es bringt auch viel Freude und Zufriedenheit für die Aktiven.


Hör-Tipp

Hören Sie sich auch den Groschendreher-Podcast: „Bürgerschaftliches Engagement - auch im Alter eine gute Idee“ mit dem nettekieler Ehrenamtsbüro an: Zum Podcast


Quellen und weiterführende Links:

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